Christentum
„Kaiser-Alexander“-Apfel: Großfrüchtig und kegelförmig, karmesinrot gestreift. Süß-säuerlich mit feiner, fast himbeerartiger Würze.
Interreligiöser Dialog in Bensberg
Im Museumsgarten des Bergischen Museums in Bensberg wächst ein einzigartiger Apfelbaum: Auf ihn wurden sieben verschiedene Apfelsorten veredelt – jede steht für eine der großen Weltreligionen. Ein stilles, sichtbares Zeichen dafür, dass Vielfalt aus einer Wurzel wachsen kann.
Seit dem 17. April 1999 steht im Bergischen Museum in Bensberg eine botanische Seltenheit: ein Apfelbaum, auf den sieben verschiedene Sorten veredelt wurden. Er ist ein sichtbares Zeichen für die Völkerverständigung und das friedliche Zusammenleben der großen Weltreligionen.
Die Idee wurde bei einem Gebetsabend der Religionen am 6. November 1997 in der evangelischen Kirche Bensberg geboren – einer Initiative des Völkerverständigungsgründers Issa Rastegar. Der Gartenbauverein Bensberg pflanzte und veredelte daraufhin den Baum im Museumsgarten am Burggraben.
„Ihr seid alle die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges.“ — Bahá’u’lláh
Die sieben Äste werden von einer gemeinsamen Wurzel gespeist und von einem Stamm getragen – ein Bild dafür, wie unterschiedliche Kulturen und Religionen miteinander verbunden sind. Trotz ihrer Verschiedenheit wachsen die Apfelsorten Seite an Seite am selben Baum. Das Motto der Gesellschaft für Internationale Völkerverständigung bringt es auf den Punkt:
„Miteinander leben, voneinander lernen und einander verstehen!“
Jede Apfelsorte am Baum steht für eine der Weltreligionen. Unterschiedlich in Farbe, Form und Geschmack – und doch getragen von derselben Wurzel.
„Kaiser-Alexander“-Apfel: Großfrüchtig und kegelförmig, karmesinrot gestreift. Süß-säuerlich mit feiner, fast himbeerartiger Würze.
„Bäumches“-Apfel: Eine bergische Regionalsorte, früher weit verbreitet im Bergischen Land. Süßlich, mild, nur wenig Säure.
„Danziger Kant“-Apfel: Glänzend rote, wachsige Schale mit markanten Kanten. Süßweinig, leicht gewürzt und erfrischend.
„Herbst-Kalvill“-Apfel: Auffällig gerippte Form, blutrot bis violettschwarz. Feines Erdbeer- und Himbeeraroma, mild-säuerlich.
„Roter Eiser“-Apfel: Fast vollständig rote, bereifte Schale. Mild bis würzig, fest im Biss, sehr lange lagerfähig.
„Gelber Bellefleur“-Apfel: Gelbgrün mit sonnenseitiger Röte, eiförmig. Süß-säuerlich mit weinigen, leicht bananigen Noten.
„Croncels“-Apfel: Weißgelb bis rötlichgelb, lachsfarbenes Fruchtfleisch. Sehr saftig, süßsäuerlich, erinnert an süßen Wein.
Jedes Frühjahr, wenn der Baum in voller Blüte steht, feiern wir gemeinsam das Apfelblütenfest im Museumsgarten des Bergischen Museums. Eine Feierstunde mit kulturellen Darbietungen, Ansprachen, Musik und Texten aus den verschiedenen Religionen – anschließend gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Apfelkuchen.
Platzhalter – Termin wird noch bekanntgegeben
Aufnahmen von früheren Apfelblütenfesten aus dem Bildarchiv.
Ein kurzer Film vom Apfelblütenfest 2007, gedreht von Bernd Schultze-Willebrand und dem Film-Video Club Bergisch Gladbach e.V. Beim Klick auf das Vorschaubild wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt und Ihr Browser lädt Inhalte von youtube.com nach – vorher werden keine Daten an YouTube übertragen.
Der Baum der Religionen wird ehrenamtlich organisiert von Barbara Brauner gemeinsam mit Partnern aus Bensberg. Fragen, Interesse an einer Zusammenarbeit oder Anregungen sind jederzeit willkommen.